Eibuselection CF – FC Escholzmatt-Marbach 3:3 (1:2)

Escholzmatt vergibt den Sieg spät

Der FC Escholzmatt-Marbach spielte am Samstagabend gegen Eibuselection in Emmen nur unentschieden. Man ging dreimal in Führung, war jedoch nie in der Lage den hart erkämpften Vorsprung zu verwalten. Während des Spiels vergab man unzählige Chancen und in der Defensive wurde man kalt erwischt. Mit diesem Unentschieden liegt der FC Escholzmatt-Marbach nun unter dem Strich und ist dringend auf Punkte angewiesen in den letzten beiden Saisonspielen.

Vergebene Chancen
Oliver Greil brachte die Gäste aus Escholzmatt schon früh mit 1:0 in Führung. Die Mannschaft versuchte den Schwung gleich mitzunehmen und man spielte gefälligen Angriffsfussball. Das Team von Eibuselection nutzte jedoch die erste Chance, die sich ihnen bot, und glich nach einem Freistoss aus. Bis zur Halbzeitpause plätscherte das Spiel dahin und man konnte sich nur nach Kontern Chancen herausspielen. Bereits in dieser Phase wurden zu viele Chancen vergeben, bei denen man teilweise alleine vor dem Tor auftauchte. Die beste Chance war nach einem Eckball, bei dem Adnan Tola mit einem wunderbaren Kopfball Pech hatte, dass der Ball gegen die Querlatte prallte und nicht ins Tor. Jason Schöpfer erhöhte noch vor dem Pausentee auf 2:1. Nach der Pause erzielte Eibuselection nach einem Eckball erneut den Ausgleich. Weiterhin hatten jedoch die Gäste aus Escholzmatt die besseren und zahlreicheren Chancen, eine davon wurde von Albian Kameri zum 3:2 genutzt. Danach wurde die Gangart ruppiger und Eibuselection spielte teils überhart auf den Mann. Dies schien die Mannschaft aus Escholzmatt etwas zu verunsichern, man liess sich auf zu viele Diskussionen ein, dabei vergass man Fussball zu spielen und wurde in der letzten Minute dafür bestraft. Das grösste Problem lässt sich klar an der mangelnden Effizienz erklären und dass man zu viele Tore nach Standards erhält. Mit diesen zwei verlorenen Punkten liegt Escholzmatt-Marbach nun unter dem Strich und verpasste so, sich eine gute Ausgangslage für den Endspurt der Saison zu schaffen. Noch ist nichts verloren, mit guten Leistungen aus eigener Kraft kann man sich trotzdem für die Aufstiegsrunde qualifizieren.

Spielort: Emmen, Ruag
Zuschauer: 10.
Tore: Oliver Greil (0:1), Jason Schöpfer (1:2), Albian Kameri (2:3).

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Ian Glanzmann, Silas Unternährer, Oliver Knüsel, Bobi Dogdu, Thomas Lustenberger, Goncalo Madeira, Adnan Tola, Albian Kameri, Maran Mohanarangan, Oliver Greil, Jason Schöpfer

Bank: Arlind Krasniqi, Muhamed Fejzulahi, Durim Tola, Arber Krasniqi, David Dogdu, Flamur Azizi

FC Escholzmatt-Marbach – FC Sempach 5:0 (3:0)

Der FC Escholzmatt-Marbach siegt souverän im dritten Heimspiel

Am Samstagabend empfing der FC Escholzmatt-Marbach die Mannschaft aus Sempach zum dritten Heimspiel. Nach dem 6:1 Auswärtssieg in Reiden wollten die Escholzmatter auch vor heimischem Publikum eine gute Leistung zeigen, damit die letzte Heimniederlage gegen Nebikon vergessen machen und sich in der vorderen Tabellenhälfte etablieren.

Silas Unternährer

Die beiden Mannschaften starteten mit viel Respekt, tasteten sich gegenseitig ab und keine der beiden vermochte das Spielgeschehen an sich zu reissen.

Die Druckphase
Die erste Torchance erspielte sich Sempach, konnte diese jedoch nicht verwerten. Dies war für den FC Escholzmatt-Marbach wie eine Initialzündung. Sie legten ihre Unsicherheit ab und spielten freier auf. Es gelang ihnen, das Spieldiktat an sich zu reissen. Von da an dominierten die Escholzmatter das Geschehen von A bis Z und die logische Folgerung war nach 30 Minuten das erste Tor durch Fernandes Madeira für die Heimmannschaft. Nach diesem Motivationsschub störte die Heimmannschaft den gegnerischen Spielaufbau noch früher und spielte immer frecher auf. Nur gerade fünf Zeigerumdrehungen später gelang es Tola, im gegnerischen Strafraum den Ball der Verteidigung abzuluchsen und ins Tor einzuschieben. Die Druckphase der Escholzmatter hielt weiter an. Drei Minuten später gelang es Greil, in einem eindrücklichen Laufduell das Leder unter seine Kontrolle zu bringen. Er legte dem freistehenden Kameri auf, welcher die Führung auf 3:0 ausbaute. Danach gab es keine nennenswerten Aktionen mehr, und der Schiedsrichter pfiff zur Halbzeitpause.

Nach der Pause hatten die Escholzmatter das Spielgeschehen weiterhin im Griff. Sie erlaubten sich keine groben Fehler und liessen den Sempachern keine weiteren Torchancen zu. Obwohl die Gastgeber viele Tormöglichkeiten herausspielten, zappelte das Runde erst 20 Minuten nach Wiederanpfiff im Eckigen. Danach flachte das Spiel etwas ab. Die Gastgeber provozierten mit schnellen Ballstafetten viele Fouls, was unter anderem in der 76. Minute den Ausschluss eines Sempachers zur Folge hatte.

Die Schlussphase bestritten die Gäste somit in Unterzahl. Der FC Escholzmatt-Marbach kreierte weiterhin viele Torchancen. Jedoch erst in der Nachspielzeit schob Fernandes Madeira zum verdienten 5:0 Schlussresultat ein.

Spielort: Escholzmatt Ebnet
Tore: 30. Goncalo Vicente Fernandes Madeira 1:0, 35. Adnan Tola 2:0, 38. Albian Kameri 3:0, 63. Flamur Azizi 4:0, 91. Goncalo Vicente Fernandes Madeira 5:0

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Baumgartner Matthias, Unternährer Silas, Dogdu Bobi Johannes, Fejzulahi Muhamed, Knüsel Oliver, Tola Adnan (C), Fernandes Madeira Goncalo Vicente, Schöpfer Jason, Greil Oliver, Azizi Flamur, Kameri Albian

Ergänzungsspieler: Lustenberger Thomas, Krasniqi Arlind, Macieira Goncalves Pedro Miguel, Krasniqi Arber, Dogdu David, Mohanarangan Maran

FC Zell – FC Escholzmatt-Marbach 6:1 (3:1)

Zell glückt der Aufstieg gegen Escholzmatt-Marbach.

Im letzten Spiel der Aufstiegsrunde kann Zell mit einem 6:1-Kantersieg gegen Escholzmatt-Marbach seinen Aufstieg zelebrieren. Das Spiel startete weitgehend ausgeglichen und unterhaltsam, doch nach einem Doppelschlag kurz vor der Pause hat sich Escholzmatt-Marbach frühzeitig geschlagen gegeben.

Maran Mohanarangan

Die Stimmung in Zell war gut, denn dem Aufstieg stand nicht mehr viel im Weg, so hätte man sich selbst eine Niederlage erlauben können. Doch Zell hatte als einzige ungeschlagene Mannschaft in dieser Aufstiegsrunde noch eine weisse Weste zu wahren. Die Devise für die Gastgeber war klar, auch das letzte Spiel soll gewonnen werden. Zell startete dementsprechend. Mit einem aggressiven Pressing setzte man die Gäste früh unter Druck und wie so oft in dieser Saison war Escholzmatt-Marbach mental nicht von Anfang an bereit. Bereits in der ersten Spielminute erzielte Zell ein Tor, welches jedoch aufgrund von einer Abseitsposition nicht zählte. Der Führungstreffer für Zell blieb nur eine Frage der Zeit. Es dauerte schliesslich knapp zwanzig Minuten. Aufgrund einer Unachtsamkeit in der Abwehr kam Fabjan Kalaj ungestört im Strafraum zum Abschluss und schoss so seine Farben in Führung.

Für die Gäste wirkte dieser Treffer wie ein Weckruf. Plötzlich begann man wieder Fussball zu spielen und prompt hatte man das Spiel im Griff. Die Überlegenheit zahlte sich bereits zehn Minuten später aus. Nach einem Ballgewinn im Strafraum von Zell legte Pascal Bieri den Ball von der Grundlinie aus zurück auf Daniel Arnold, der den Ball aus nächster Nähe ins Netz beförderte und er somit in seiner letzten Partie seiner langjährigen Karriere bei Escholzmatt-Marbach noch einmal treffen durfte. Dabei machte Gerber im Tor von Zell zwar keine allzu gute Figur, aber der Ausgleichstreffer war durchaus verdient. Auch nach dem Tor blieb Escholzmatt-Marbach spielbestimmend, doch für den Führungstreffer reichte es nicht.

Doppelschlag vor der Pause
Es kam, wie es schon so oft kam in dieser Saison. Die Escholzmatter nutzten ihre Chancen nicht und gönnten den Gegnern zusätzlich noch ein Präsent. Nach einem Patzer in der Abwehr konnte Ded Marashi alleine auf Matthias Baumgartner zuspazieren, liess ihn folglich mit einer Finte aussteigen und schob ein zur erneuten Führung. Nur vier Minuten später machte die Escholzmatter Defensive wieder keinen besonders guten Eindruck, als es ihnen nicht gelang den Ball aus dem Strafraum zu befördern. Schliesslich setzte Oliver Knüsel dem Angriff von Zell ein Ende durch ein Foulspiel. Christoph Roth verwertete den darauf folgenden Elfmeter.

Von diesem Doppelschlag konnte sich Escholzmatt-Marbach nicht mehr erholen. Die zweite Hälfte war nur wenig umkämpft. Mit dem 4:1 nach einer Stunde setzte Stefan Blum allen Zweifeln ein Ende und sorgte für die Vorentscheidung in dieser Partie. Das Spiel plätscherte schliesslich vor sich hin. Zell musste nicht mehr und Escholzmatt-Marbach konnte nicht mehr. Für den Schlusspunkt sorgte der eingewechselte Joao Paulo Rodrigues Cerejo mit seinem Doppelpack in der 80. bzw. 90. Spielminute.

Umbruch beim FC Escholzmatt-Marbach
Dies war somit die fünfte Kanterniederlage für Escholzmatt-Marbach im fünften Auswärtsspiel. In diesen fünf Partien auf fremdem Terrain kassierte man 29 Gegentreffer. Es ist fragwürdig, weswegen die Escholzmatter als Gastmannschaft so viel Mühe bekunden. Das Ganze ist auch deshalb traurig, weil es für die vielen Abgänger, namentlich genannt Daniel Arnold, Mario Henz, Pascal Bieri, Thomas Hofstetter, Philipp Thalmann und das Trainer-Team um Niklaus Kaufmann und Peter Zemp, das letzte Spiel für Escholzmatt-Marbach war. So reichte die Mannschaftsleistung nicht aus für ein versöhnliches Ende und so bleibt diese Saison für Escholzmatt-Marbach eine, die zum vergessen ist.

Aufgrund der vielen Abgänge steht die Mannschaft nun vor einem Umbruch. Die nun extrem junge Mannschaft blickt einer unbekannten Zukunft entgegen. Man darf darauf gespannt sein, wie sich die Equipe entwickeln wird und diese schwierige Herausforderung angehen wird.

Spielort: Gass
Zuschauer: 100
Tore: 18. Fabjan Kalaj 1:0, 28. Daniel Arnold 1:1, 41. Ded Marashi 2:1, 44. Christoph Roth 3:1, 60. Stefan Blum 4:1, 80. Joao Paulo Rodrigues Cerejo 5:1, 90. Joao Paulo Rodrigues Cerejo 6:1.

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Matthias Baumgartner, Adnan Tola, Pascal Arnold, Thomas Lustenberger, Oliver Knüsel, Durim Tola, Flamur Azizi, Jason Schöpfer, Daniel Arnold, Mario Henz, Pascal Bieri.

Einwechselspieler: Maran Mohanarangan, Luca Rava, Urban Hofstetter.

FC Escholzmatt-Marbach – FC Südstern b 2:1 (1:1)

Escholzmatt-Marbach siegt beim letzten Heimspiel in dieser misslungenen Aufstiegsrunde.

Die Partie gegen Südstern verlangte den Escholzmatter viel Geduld ab. Nach zahlreichen Möglichkeiten, dabei auch einige die man auf der Seite der Heimmannschaft ausnahmslos verwerten muss, konnte man doch die etwas späte Führung bis zum Schluss halten. Für einige Spieler die dies das letzte Heimspiel war, konnte man mit dem Sieg noch ein gutes Spiel und einen guten Abschluss vor der eigenen Kulisse zeigen.

Arber Krasniqi

Die Aufstiegsrunde verlief alles andere als gut, man musste eine lange Serie von Niederlagen einnehmen und man hatte erst drei Zähler auf dem Konto im zweitletzten Spiel. Für das Team aus Escholzmatt hiess das nichts Anderes als dass man unbedingt gegen Südstern die drei Punkte holen muss. Escholzmatt-Marbach steigt, wie so oft auch in den letzten paar Spielen, sehr gut in die Partie ein. Man kann den Ball behaupten und probiert, sich durch ein einfaches Spielen vors gegnerische Tor zu kombinieren. Und so lassen die ersten Chancen nicht lange auf sich warten. Aber wie in allen anderen Spielen auch, kann man die nicht verwerten. Die grauenhafte Chancenauswertung ist in dieser Saison für Escholzmatt vielleicht das grösste Problem überhaupt. Dazu kommt noch, dass man sehr unnötige Fehler in der eigenen Hälfte macht und man dem Gegner gefährliche Standardmöglichkeiten gewährt. So kommt auch Südstern in der frühen Anfangsphase zu einer Freistossmöglichkeit. Ein Mitspieler der Gäste kann die Flanke verwerten und netzt mit dem Kopf ein. Man hat nach dem Gegentreffer ein kurze Zeit Mühe sich wieder ins Spiel einzufinden. Dies hält aber nicht lange und man kommt schnell wieder zu Chancen, sogar solche bei denen man alleine auf den gegnerischen Torhüter zulaufen kann und trotzdem nicht die Effizienz aufbringen kann solche eiskalt auszunützen.

Ausgleichstreffer noch eher am Anfang des Spiels
In der 25. Minute kommt dann ein weiterer langer Ball in die Spitze, wobei sich hier Mario Henz sich vom Gegenspieler befreien und auf den Ball zulaufen kann, um dann nur noch den Torhüter auszuspielen und in das leere Tor schiessen kann. Bis zur Pause war das Spiel dann wieder ein bisschen ruhiger geworden, man konnte noch einige Akzente setzen aber diese waren insgesamt zu ungefährlich. Nach der Pause probierte man wieder sofort aufzuspielen. Es musste sehr schnell der Führungstreffer her, denn man war die bessere Mannschaft und hatte auch viel mehr Chancen. Man konnte sehr schnell sehen, dass die Stürmer von Escholzmatt sehr häufig zu schnell für die gegnerische Verteidigung waren. Das führte dazu, dass man häufiger den Pass in die Tiefe probierte was wiederum zu sehr vielen Spielen in Abseitsposition führte. In der 75. Minute hatte Durim Tola den Ball an der Seitenlinie, welcher schon über das ganze Spiel den Ball gut im Mittelfeld behaupten konnte. Er tänzelte sehr gekonnt gleich zwei Gegenspieler auf der Seite aus und es gelang ihm Phillip Thalmann auf der linken Seite anzuspielen, welcher fast bis zum Strafraum lief und durch eine eher misslungene Flanke den Torhüter überspielen konnte und einen sehr schönen und den lang ersehenen Führungstreffer erzielte. Die Führung konnte man noch bis zum Ende über die Zeit bringen und der eigentliche Pflichtsieg war erfolgt.

Die Spieler haben sich den Sieg erkämpft und auch verdient, ganz besonders für die Spieler Daniel Arnold, Pascal Bieri, Mario Henz und Thomas Hofstetter, die zum letzten Mal bei einem Heimspiel für die erste Mannschaft von Escholzmatt-Marbach spielten. Und natürlich auch zu erwähnen der Trainer Niklaus Kaufmann, der die Mannschaft aus einer misslichen Lage befreit hat und sehr gute Arbeit geleistet hat. Auch er wird nach dieser Saison seinen Posten verlassen. Alle wurden nach dem Spiel noch mit einem Präsent als Dankeschön verabschiedet.

Spielort: Escholzmatt Ebnet
Tore: 4. Ante Curic 0:1, 25. Mario Henz 1:1, 75. Philipp Thalmann 2:1

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Matthias Baumgartner,Thomas Lustenberger, Pascal Arnold, Bobi Dogdu, Oliver Knüsel, Durim Tola, Philipp Thalmann, Flamur Azizi, Daniel Arnold, Pascal Bieri, Mario Henz.

Einwechselspieler: Arlind Krasniqi, Jason Schöpfer, David Dogdu, Thomas Hofstetter, Arber Krasniqi

FC Knutwil – FC Escholzmatt-Marbach 5:0 (3:0)

Die Talfahrt der Escholzmatter geht weiter.

Escholzmatt-Marbach kann auf fremden Plätzen schlichtweg nicht überzeugen. So setzt es im vierten Auswärtsspiel die vierte Kanterniederlage ab und dies noch gegen einen spielerisch nicht sonderlich überzeugenden Gegner. Die Leistung der Escholzmatter ähnelte nicht mal annähernd den Leistungen der letzten beiden Heimspiele.

Maran Mohanarangan

Für die Gäste aus Escholzmatt war die Devise klar. Man wollte an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen und so wieder drei Punkte einfahren. Doch man konnte bereits früh sehen, dass es anders kommen würde. Die Escholzmatter waren mental schlichtweg nicht auf der Höhe. Von der gewohnten Zweikampfstärke war wenig zu sehen und die spielerischen Fähigkeiten waren unsichtbar, die Spielwiese war dabei nicht von grosser Hilfe. So konnten die Escholzmatter lediglich zwanzig Minuten dagegenhalten. Nach einem Ballverlust in der eigenen Platzhälfte reichte ein Steilpass aus, um die ganze Escholzmatter Hintermannschaft auszuhebeln. Severin Wüest blieb nervenstark und eröffnete damit das Schützenfest.

Schwaches Aufbäumen von Escholzmatt
Den Escholzmatter war durchaus bewusst, dass ihre bisherige Leistung ungenügend war, um in Knutwil zu punkten. So gab es ein leichtes Aufbäumen der Escholzmatter, das mit dem Lattentreffer von Daniel Arnold nach einer guten halben Stunde seinen Höhepunkt fand. Dies war damit auch die einzige Torgelegenheit der Gäste in der ersten Halbzeit. Da die Gäste mehr und mehr Energie in die Offensivarbeit investierten, war die Defensive verständlicherweise geschwächt. Wieder kam es zu einem Ballverlust in der eigenen Platzhälfte und wieder reichte ein Steilpass aus, um die Abwehr der Gäste lahmzulegen. Wieder war es Severin Wüest, der lanciert worde, doch dieses mal legte er uneigennützig ab auf seinen Sturmpartner Adrian Kaufmann. Die Gäste liessen sich durch diesen Treffer nicht beirren und versuchten weiterhin erfolglos, das Tor zu suchen. Beim dritten Treffer von Knutwil reichte dann ein langer Ball auf Severin Wüest aus dem Halbfeld aus, um die Verteidigung der Escholzmatter zu überspielen. Dieses mal machte er es selbst und sorgte somit unmittelbar vor der Pause für die Vorentscheidung.

Wiederanpfiff verschlafen
Der Pausentee schien den Gästen aber auch nicht gut getan zu haben. Wenige Zeigerumdrehungen nach dem Wiederanpfiff war es wieder ein langer Ball und ein verlorenes Kopfballduell, das ausreichte, die Escholzmatter Defensive zu überbrücken. So kam Severin Wüest erneut alleine vor das Tor und vollendete schliesslich seinen Hattrick. Dies war natürlich ein herber Dämpfer für die Escholzmatter, welche sich erhofften, dass die zweite Halbzeit anders kommen könnte. So sahen die Gäste fünf Minuten später wieder ganz schlecht aus und liessen sich bloss mit einem Pass überspielen. Beim fünften und letzten Mal war es dann Michael Näpflin, der einnetzen durfte.

Nach diesem Treffer plätscherte das Spiel einfach dahin. Die Knutwiler wollten nicht mehr und den Escholzmatter gelang nichts. Die Gäste versuchten wenigstens noch einen Ehrentreffer, gegen leger agierende Gegner zu erzielen, doch es wollte schlichtweg nicht sein. Den Knutwiler boten sich noch reichliche Chancen, um den Spielstand zu erhöhen, doch man ging zu fahrlässig damit um – man konnte es sich auch erlauben. Auf der Gegenseite hingegen war der Knutwiler Schlussmann kaum beschäftigt. Der Mangel an Kreativität und Wille war zu gross auf Seiten der Escholzmatter, um irgendwie Gefahr ausstrahlen zu können. So endete das Kellerduell dieser Aufstiegsrunde mit einer durchaus verdienten 0:5-Niederlage für einen entsetzlichen Auftritt von Escholzmatt-Marbach.

Dieses Spiel wird den Escholzmatter als Denkzettel in Erinnerung bleiben. Doch es bleibt die Frage offen, wieso die Escholzmatter auswärts, selbst im Kellerduell, so schwach auftreten, nachdem sie in den letzten beiden Heimspielen mehrheitlich überzeugt haben. In vier Spielen musste man vier Niederlagen hinnehmen und dabei kassierte man 23 Treffer. Es bietet sich ihnen nur noch eine Gelegenheit, um die Bilanz ein wenig aufzubessern und diese wird gegen Aufstiegskandidat Zell sein. So kann man nur hoffen, dass die Escholzmatter ihr Auswärtsproblem bis dann gelöst haben.

Spielort: Seebli
Zuschauer: 70
Tore: 19. Severin Wüest 1:0, 39. Adrian Kaufmann 2:0, 44. Severin Wüest 3:0, 47. Severin Wüest 4:0, 52. Michael Näpflin 5:0.

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Matthias Baumgartner, Philipp Thalmann, Pascal Arnold, Thomas Lustenberger, Bobi Dogdu, Oliver Knüsel, David Dogdu, Flamur Azizi, Daniel Arnold, Mario Henz, Pascal Bieri.

Einwechselspieler: Arlind Krasniqi, Adnan Tola, Maran Mohanarangan, Durim Tola, Jason Schöpfer.

FC Escholzmatt-Marbach – FC Buttisholz 3:1 (1:1)

Escholzmatt-Marbach setzt der Negativ-Serie ein Ende

Nach fünf Niederlagen in Serie hat sich der Knoten für Escholzmatt-Marbach endlich gelöst. Mit einem mehr als verdienten 3:1-Sieg über Buttisholz darf die Mannschaft dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zum ersten Mal jubeln in dieser Aufstiegsrunde.

Maran Mohanarangan

Warf man einen Blick auf die Tabelle war es klar, dieses Spiel hat überhaupt keine Relevanz für das Geschehen in dieser Aufstiegsgruppe. Für die Escholzmatter aber war das Ziel klar. Nach der unglücklichen 1:2-Heimiederlage gegen Wauwil-Egolzwil war es Zeit, den längst überfälligen ersten Sieg einzufahren. So begann man, wie schon gegen Wauwil, mit einer fulminanten Startphase. Wie auch schon Wauwil war auch Buttisholz völlig überwältigt von diesem Startfurioso. Es dauerte lediglich sieben Minuten bis der Ball ein erstes Mal im Netz zappelte. Pascal Bieri kam völlig frei vor dem Torhüter zum Abschluss und liess sich dabei nicht zweimal bitten. Das Spiel schreitete fort und die Gastgeber sahen überhaupt keinen Grund nachzulassen. Anhand der Anzahl der Grosschancen, die die Escholzmatter allesamt nicht verwertet haben, hätte die Partie bereits nach dreissig Minuten bereits klar entschieden sein können und die Gäste hätten sich dabei nicht einmal beklagen dürfen. Doch es kam, wie es so oft kommt im Fussball: wer sie vorne nicht macht, der kriegt sie hinten.

In der 31. Minute war es dann soweit. Die Escholzmatter Hintermannschaft konnte einen langen Ball nicht klären und so musste man mit einem präzisen Schuss vor der Strafraumgrenze den Ausgleich hinnehmen.

Nervösität auf Seiten der Gastgeber
Der Spielverlauf glich der letzten Niederlage gegen Wauwil-Egolzwil zu sehr. Schon in diesem Spiel dominierte man die Anfangsphase, scheiterte daran das Spiel frühzeitig zu entscheiden und musste anschliessend die Wende hinnehmen. Entsprechend war die Nervösität der Escholzmatter zu spüren. Immer wieder beschenkte man die Gäste mit Gelegenheiten den Führugstreffer zu erzielen. Man konnte jedoch noch das 1:1 in die Pause retten.

Der Pausentee hat den Gastgebern offensichtlich gut getan, denn man übernahm wieder das Spielzepter. Von den Gästen hingegen war nicht mehr viel zu sehen. Escholzmatt-Marbach erarbeitete sich eine Vielzahl an Chancen, doch deren Auswertung war zum Verzweifeln. Es schien nach wie vor das Selbstvertrauen zu sein, dass der Mannschaft noch fehlte, doch sie liess nicht locker. Der Führungstreffer lag in der Luft und so kam es dann auch in der 68. Spielminute. Die Hintermannschaft der Buttisholzer gewährte Oliver Knüsel im Strafraum zu viel Platz. In gelassener Manier und bestechender Präzision zirkelte er den Ball unhaltbar und sehenswert in das Lattenkreuz. Mit diesem Treffer schien den Gastgebern ein Stein vom Herzen zu fallen. Die Escholzmatter spielten völlig befreit auf. Buttisholz versuchte verzweifelt nochmals den Ausgleichstreffer zu erzielen, doch die Heimmannschaft hatte volle Kontrolle über das Spiel. So erhöhte Daniel Arnold in der 82. Minute nach einem Sololauf über die ganze Platzhälfte zum 3:1, was gleichzeitig auch das Schlussresultat markierte und die Gastgeber somit die ersten Punkte dieser Aufstiegsrunde einfuhren.

Mangelnde Kaltblütigkeit
Die Escholzmatter zeigten sich spielfreudig und zweikampfstark und insbesondere wieder selbstbewusst. Die Angst davor, Fehler zu machen, schien fast nicht mehr vorhanden zu sein. Einziger Klagepunkt in diesem Spiel war die Chancenverwertung. Das Spiel hätte bereits viel früher und deutlicher entschieden werden können und so macht man sich nur das eigene Leben schwerer. Für diese Schwäche wurde die Equipe in anderen Spielen auch schon bitter bestraft. Nichtsdestotrotz darf sich die Mannschaft nach einer starken Leistung verdientermassen feiern lassen.

Spielort: Ebnet
Zuschauer: 100
Tore: 7. Pascal Bieri 1:0, 31. Michael Erni 1:1, 68. Oliver Knüsel 2:1, 82. Daniel Arnold 3:1.

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Matthias Baumgartner, Thomas Lustenberger, Bobi Dogdu, Philipp Thalmann, Pascal Arnold, Oliver Knüsel, Jason Schöpfer, David Dogdu, Daniel Arnold, Pascal Bieri, Mario Henz.

Einwechselspieler: Kevin Stadelmann, Adnan Tola, Maran Mohanarangan, Arlind Krasniqi, Arber Krasniqi.

Hildisrieden SV – FC Escholzmatt-Marbach 5:1 (1:1)

Die Negativ-Spirale dreht sich weiter

Nach drei Niederlagen in Serie wollte der FC Escholzmatt-Marbach am Mittwochabend in Hildisrieden den verpatzten Saisonstart berichtigen. Die Liste der verletzten und abwesenden Spieler war jedoch lang, was natürlich nicht zur Hebung des ohnehin angeschlagenen Selbstvertrauens beitrug.

Silas Unternährer

Die Escholzmatter verschliefen den Anpfiff komplett, und schon nach einer Zeigerumdrehung lag der Ball im Netz. Die Gäste wachten jedoch nach diesem Paukenschlag auf und versuchten nun ihr Spiel aufzuziehen. Sie übten mehr Druck aus, so dass der Hildisriedener Torwart den Ball in der 9’ nicht festhalten konnte, ihn vor die Füsse von Schöpfer fallen liess, welcher ihn souverän ins Tor einschob. Nur kurze Zeit später standen die Escholzmatter nach einem schönen Zusammenspiel wieder vor dem Tor der Gastgeber. Waren aber dieses Mal chancenlos. Die Gäste fanden immer besser ins Spiel. Die Konsequenz war ein offener Schlagabtausch mit überwiegend langen Bällen, von denen aber keiner wirklich gefährlich wurde. Folgerichtig lautet das Pausenresultat 1:1.

Der SV Hildisrieden kam wie in der ersten Halbzeit besser als die Gäste aus der Kabine. So gelang dem Heimteam wie in der ersten Halbzeit ein schneller Führungstreffer. Das mussten die Escholzmatter erstmal verdauen. Die Gastgeber nützten dies und bauten ihre Führung in der 52’ auf 3:1 aus.

Danach schaltete der Gastgeber ein paar Gänge zurück. Das Spiel war nunmehr geprägt von vielen Zweikämpfen und hohen Bällen. Escholzmatt fehlte die Kraft, um sich nochmals aufzubäumen. Zum einen war es wohl die Angst vor weiteren Fehlern, was die Spieler sichtlich hemmte. In den letzten 4 Minuten profitierten die Gastgeber davon und schossen zwei weitere Tore.

Die Elf aus Escholzmatt wirkte während der gesamten Partie gehemmt. Es fehlte vor allem der Zug auf das gegnerische Tor, wodurch nur wenige Torchancen kreiert werden konnten. Den 5 Toren der Gastgeber sind 3 Eigenfehler der Escholzmatter vorangegangen. Ob nun die Jetzt-erst-recht-Stimmung aufkommen wird, werden die nächsten Spiele zeigen. Es ist allerdings Gewiss, dass mit den bisher gezeigten Leistungen kein Spiel gewonnen werden kann.

Spielort: Bogenhüsli
Tore: 1’ Severin Emmenegger 1:0, 9’ Jason Schöpfer 1:1, 47’ Fabian Wicki 2:1, 52’ Severin Emmenegger 3:1, 86’ James Ineichen 4:1, 88’ Fabian Wicki 5:1

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Baumgartner Matthias, Thalmann Philipp, Arnold Pascal, Hofstetter Thomas, Dogdu David, Knüsel Oliver, Azizi Flamur, Unternährer Silas, Schöpfer Jason, Henz Mario, Arnold Daniel.

Einwechselspieler: Bieri Pascal, Stadelmann Kevin, Krasniqi Arlind.

SC Reiden – FC Escholzmatt-Marbach 8:2 (4:1)

Escholzmatt-Marbach demütigt sich in Reiden.

Für Escholzmatt-Marbach setzt es in Reiden die dritte Niederlage in Serie ab, diese Niederlage wird aber noch lange in Erinnerung bleiben. In einem torreichen Spiel übernahmen die Gäste im besten Falle die Rolle eines Sparringpartners und machten es den ambitionierten Reidenern verängstigend einfach, acht Treffer zu erzielen.

Maran Mohanarangan

Die Liste der Abwesenden war lang bei den Escholzmattern, doch was am meisten vermisst wurde, war die mentale Bereitschaft der Gäste und das konnte man bereits von Spielbeginn an sehen. Bereits nach wenigen Zeigerumdrehungen war es nur noch eine Frage der Zeit bis Reiden das Score eröffnet, denn die Gäste konnten kaum mehrere Pässe aneinanderreihen und brachten dementsprechend den Ball kaum aus der eigenen Platzhälfte. Es dauerte schliesslich 18 Minuten bis Reiden das 1:0 erzielen konnte. Nach einem Fehlpass aus der Hintermannschaft schnappte sich Roy Ryf den Ball und konnte entspannt zwischen den Verteidigern durchmarschieren und so in Seelenruhe den Torhüter bezwingen. Dieses Szenario wird sich in acht Minuten genau so wiederereignen und danach fiel die Mannschaft komplett auseinander. Denn keine 30 Sekunen später konnte Pascal Jordi mit einem präzisen Flachschuss aus 18 Metern das 3:0 erzielen. Nur drei Minuten später erzielte er seinen zweiten Treffer des Abends. Das Mittelfeld der Gäste schien inexistent zu sein und die Abwehr führte den Zuschauern das Gegenteil von Kompaktheit und Gescholossenheit vor. An den Angriff dachte man in diesem Moment schon nicht mehr. So konnte Reiden verdientermassen bereits nach einer halben Stunde eine komfortable 4:0 Führung geniessen. Als dann Adnan Tola wenige Minuten später verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, stand schliesslich kein einziger Stammverteidiger mehr auf dem Platz und für die Escholzmatter sah man nur noch schwarz für den Rest des Spiels.

Hoffnungsbringer aus dem Nichts.
Es dauerte 41 Minuten bis die Escholzmatter einen ersten Schuss in Richtung des gegnerischen Tores brachten. Er war zwar keineswegs gefährlich, doch dieser Abschluss liess sich als Lebenszeichen der Gäste interpretieren. In der 44. Minute kam Escholzmatt-Marbach zu einem Freistoss aus rund 25 Metern, welchen Pascal Arnold ansehnlich ins Netz zirkelte. Doch mehr als Ergebniskosmetik schien dieser Treffer, nicht zu sein. Noch vor dem Pausenpfiff kamen die Gäste erneut zu einem Freistoss. Wieder getreten von Pascal Arnold, sorgte dieser Freistoss für reichlich Gefahr im Strafraum von Reiden, aber Daniel Arnold konnte von der Unordnung im Strafraum nicht profitieren und beförderte das Leder ins Aus.

Niklaus Kaufmann, Trainer der Gäste, war aufgrund der Kaderknappheit gezwungen, viel zu rotieren auf verschieden Positionen. Die Rotationen während der ersten Spielhälfte erwiesen sich als wenig gewinnbringend, doch in der Pause schien er, die richtige Aufstellung gefunden zu haben.

Die Escholzmatter boten nach dem Pausentee den besten Fussball, den sie in dieser bisherigen Aufstiegsrunde gespielt haben. Verdientermassen erzielte man schon in der 53. Minute das 2:4 nach einer wunderbaren Ballstafette von der Verteidigung bis in die Spitze zu Flamur Azizi, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

Die Gäste machten weiterhin Druck. Sie zeigten wieder mehr Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Spielfreude und entsprechend hatte man den Gegner und somit das Spiel im Griff. Die Optimisten auf der Tribüne waren sich bereits nicht mehr so sicher über den Sieger der Partie. Die Zweifel wurden aber schnell wieder beseitigt. Kaum konnten sich die Reidener aus der eigenen Hälfte befreien, wurde es gefährlich auf der Gegenseite. Die Escholzmatter Hintermannschaft brachte den Ball nicht weg und folglich konnte Biond Balzani das 5:2 erzielen, dies war das erste Tor der Gastgeber, um das sie sich auch tatsächlich bemühen mussten.

Die Gäste liessen sich davon nicht unterkriegen und zogen weiterhin ihr Spiel auf. So hätte man prompt wieder das 5:3 erzielen müssen. Nach einem starken Doppelpass von Julien Bühler mit Mario Henz zog er alleine aufs Tor, doch da versagten ihm die Nerven.

Zweiter Zusammenbruch
Nach 70 Minuten schien dann der Wille, sowie die Ausdauer von Escholzmatt-Marbach am Ende angelangt zu sein. Die Zweikämpfe gingen wieder verloren, das Laufpensum hat sich gesenkt und die Gastgeber waren wiederum nicht mehr sonderlich stark gefordert. Das 6:2 war aber mehr ein Glückstreffer als zwingende Konsequenz. Aus 20m haut Pascal Jordi stark bedrängt und aus der Drehung auf das runde Leder. Was herauskam war ein wahrlich sehenswerter Treffer, der mit hohem Tempo und Präzision unhaltbar in die rechte obere Ecke einschlug. Mit diesem Treffer gab sich die Mannschaft wieder komplett auf. So konnte Lorenzo Dantas Cardoso in der 85. Minute nach einem tödlichen Pass auf 7:2 erhöhen und erneut wird sich dieses Szenario genau so wiederholen und das erneut nur 30 Sekunden später. Das Einzige, was sich änderte war der Torschütze; beim 8:2 war es Ramon Jordi. Die Abwehr war beide Male komplett entblösst und aufgrund der situativen Unterzahl auch weitgehend chancenlos.

Der zehnte Treffer der Partie markierte schliesslich auch den Schlusspunkt eines wahrlich enttäuschenden und blamablen Auftritts der Escholzmatter. Weiter muss die Leistung der Gäste nicht mehr gewertet werden, denn das Resultat, das dem Spielverlauf vollkommen entspricht, sagt wahrscheinlich bereits genug aus. Das Ironische in diesem Spiel war letztlich doch, dass Escholzmatt-Marbach bei ihrer seit langer Zeit höchsten Niederlage, sich für eine halbe Stunde von einer ganz starken Seite präsentiert hat.

Spielort: Kleinfeld. –  Zuschauer: 100. – Tore: 18. Roy Ryf 1:0, 26. Roy Ryf 2:0, 27. Pascal Jordi 3:0, 30. Pascal Jordi 4:0, 44. Pascal Arnold 4:1, 53. Flamur Azizi 4:2, 61. Biond Balazi 5:2, 77. Pascal Jordi 6:2, 85. Lorenzo Dantas Cardoso 7:2, 86. Ramon Jordi 8:2.

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Pascal Bieri, Thomas Hofstetter, Adnan Tola, Armend Mirdita, Arlind Krasniqi, Oliver Knüsel, Pascal Arnold, Daniel Arnold, Jason Schöpfer, Mario Henz, Flamur Azizi.

Einwechselspieler: David Dogdu, Silas Unternährer, Julien Bühler.

FC Escholzmatt-Marbach – FC Grosswangen 0:1 (0:0)

Trauerspiel in Escholzmatt

Escholzmatt-Marbach zeigte vor heimischem Publikum eine insgesamt ungenügende Leistung gegen einen durchaus schlagbaren Gegner und verliert dementsprechend mit 0:1. Der Mannschaft schien, nach dem misslungenen Saisonauftakt noch das nötige Selbstvertrauen zu fehlen. Mit der zweiten Niederlage im zweiten Spiel rücken die Aufstiegsträume für Escholzmatt-Marbach in weite Ferne.

Maran Mohanarangan

Bei angenehmen Abendwetter durfte Escholzmatt-Marbach Gäste aus Grosswangen willkommen heissen. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste müssen sich von einer schmerzhaften Niederlage im Saisonauftakt erholen, entsprechend dürfte man ein spannendes Spiel erwarten. Einzig das Terrain liess ein wenig zu wünschen übrig. Mit diesem hatten die Mannschaften dann auch zu kämpfen. Es war eine zerfahrene Anfangsphase. Das Spiel fand hauptsächlich in der Platzmitte statt und die Torhüter waren nicht wirklich beschäftigt. Beide Mannschaften versuchten es aufgrund der Platzbedingungen mit langen hohen Bällen, doch erfolgreich war keiner der beiden. In der Startviertelstunde schienen die Gäste leicht überlegen zu sein, doch es war nichts Zwingendes. Danach blieb das Spiel bis zur Halbzeitpause ausgeglichen ohne irgendwelche nennenswerte Szenen. Abgesehen von einzelnen hart geführten Zweikämpfen geschah nicht viel. So gingen die Teams mit dem 0:0 in die Garderoben.

Selbes Bild nach dem Seitenwechsel
Die Seiten haben gewechselt, das Spiel aber nicht. Es war nach wie vor hauptsächlich Mittelfeldgeplänkel, bei dem es zwischendurch brenzlig wurde wegen irgendwelchen Unsicherheiten in der Abwehr. Die Gastgeber traten sehr unauffällig auf. Einzig Matthias Baumgartner im Tor der Escholzmatter konnte sich auszeichnen, als er kurz nach der Pause eine hochkarätige Grosschance für Grosswangen souverän vereitelte. Wie schon in der ersten Hälfte schienen die Gäste in der Startviertelstunde leicht überlegen. Diese leichte Überlegenheit reichte dann schon aus, um das Spiel zu entscheiden. In der 60. Spielminute brachte die Hintermannschaft der Gastgeber nicht mehr aus der Gefahrenzone, bis der Ball im Netz zappelte. Als der Ball für einen kurzen Moment frei lag, reagierte Jose Manuel Marciel am schnellsten und sorgte mit einem humorlosen Flachschuss in die rechte untere Ecke für die Entscheidung. Baumgartner war dabei chancenlos. Wer nun erwartete, dass sich das Spiel verändern würde, Escholzmatt sich aufbäumen würde oder Grosswangen das Spielzepter übernehmen würde, der wurde enttäuscht. Ausser dem Spielstand hat sich kaum etwas geändert. Obwohl die Gastgeber nur 0:1 im Rückstand lagen, vermittelten sie mehr den Eindruck Schadensbegrenzung zu betreiben, als hier irgendwie noch das Spiel drehen zu wollen. Es fehlten jeglichste Kreativität und das nötige Selbstvertrauen, um in dieser Partie noch etwas zu holen. Entsprechend gibt es auch nicht viel zu berichten. Die Escholzmatter blieben harmlos bis zur 90. Minute. Man musste bis in die Nachspielzeit warten, bis sich eine erste nennenswerte Offensivaktion der Gastgeber ereignete, aber auch diese war mehr ein Produkt des Zufalls als ein gelungener Angriffsversuch. Auf einen misslungenen Klärungsversuch der Hintermannschaft der Gäste forderte Adnan Tola den Schlussmann von Grosswangen mit einem wuchtigen Volley aus 20 Metern heraus. Der Ball kam zwar nich platziert aber mit einer hohen Geschwindigkeit, doch Bähler im Tor von Grosswangen konnte den schwierig zu haltenden Ball mit den Fäusten über die Latte lenken. Dies blieb bis zum Ende des Spiels die erste und gleichzeitig auch die letzte Aktion bei der Bähler gefordert war.

Gehemmte Escholzmatter
Die Escholzmatter Elf fand zu keinem Zeitpunkt den Zugang zum Spiel. Über neunzig Minuten schien man nur den Schaden möglichst begrenzen zu wollen, auch wenn es noch keinen gab. In der Offensive konnte man kaum Akzente setzen und selbst die frisch eingewechselten Spieler konnten keinen frischen Wind ins Spiel bringen. Ob dies eine Folge der letzten schmerzhaften Niederlage in Gunzwil ist, bleibt offen. Auf jeden Fall ist es offensichtlich, dass es in den Köpfen der Spieler nicht mehr stimmt. Dass das Können da wäre, hat diese Mannschaft bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Doch im Moment ist Veränderung gefordert. Die Mannschaft braucht wieder Mut. Dies wird schwierig in Anbetracht dessen, dass mit dieser Niederlage die Aufstiegsträume in weite Ferne rücken. Nichtsdestotrotz muss sich die Equipe aufrappeln, ansonsten blickt man einer sehr schwierigen Rückrunde entgegen.

Spielort: Ebnet
Zuschauer: 70
Tore: 60. Jose Manuel Marciel 0:1

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Matthias Baumgartner, Philipp Thalmann, Adnan Tola, Bobi Dogdu, Thomas Lustenberger, Pascal Arnold, Durim Tola, Silas Unternährer, Flamur Azizi, Mario Henz, Daniel Arnold.

Einwechselspieler: Pascal Bieri, Arber Krasniqi, Jason Schöpfer, Oliver Knüsel.

FC Escholzmatt-Marbach – SC Reiden 1:1 (0:1)

Escholzmatt-Marbach erkämpft sich einen Punkt gegen Reiden

Zum Ende der Qualifikationsrunde sichert sich Escholzmatt-Marbach einen Punkt gegen Reiden und dadurch auch einen Platz in der Aufstiegsrunde. Dank einer beherzten Leistung bis zur Schlussminute konnten die Escholzmatter Reiden um den Sieg und somit auch um den ersten Rang in der Tabelle bringen.  

Maran Mohanarangan

Obwohl die Qualifikation in die Aufstiegsrunde schon vor dem Spiel mehr oder weniger sicher war, bewies Escholzmatt-Marbach nochmals seinen Ehrgeiz und ging zielstrebig und entschlossen in die Partie gegen den Leader. Mit einem ungewohnt aggressiven Pressing verhinderte die Gastgeber, dass Reiden überhaupt ins Spiel kommt. Deswegen fand das Spiel anfänglich vor allem in der Platzmitte statt. Von einem gepflegten Aufbauspiel war auf beiden Seiten wenig zu sehen. Währenddem sich Escholzmatt-Marbach weiterhin um einen gepflegten Aufbau bemühte, versuchte es Reiden nun mit langen Bällen. Mit einer Ausnahme waren sie alle ungefährlich, doch diese Ausnahme blieb nicht ohne Folgen. In der 25. Minute wurde einer dieser langen Bälle falsch eingeschätzt und so war es für Roy Ryf keine grosse Mühe mehr, das 1:0 für seine Farben zu erzielen.

Auch nach dem ersten Treffer blieb das Spiel weitgehend ausgeglichen. Doch gefährlich wurden beide Teams nicht. So hatten die beiden Torhüter in der ersten Halbzeit nicht allzu viel Arbeit.

Gut gespielt und Glück erzwungen.
Nach dem Pausentee änderte sich das Bild ein wenig. Escholzmatt-Marbach wirkte leicht überlegen, doch die Gäste aus Reiden leisteten ausgezeichnete Gegenwehr. Das Spiel fand nun mehrheitlich in der Platzhälfte der Gäste statt. Hochkarätige Torchancen blieben jedoch weiterhin noch aus. Bei den Gastgebern fehlte entweder Cleverness oder Entschlossenheit, manchmal beides. Gefährlich vor dem Tor der Escholzmatter wurde es nur, wenn es die Hintermannschaft mit Missverständnissen und Fehlpässen gleich selber verursachte. Aus eigener Kraft konnte Reiden in der Offensve nicht mehr viel bewirken.

Im weiteren Verlaufe des Spiels rückte der Schiedsrichter immer mehr in den Mittelpunkt. Mit einer sehr lockeren Auslegung der Spielregeln frustrierte er die Spieler immer mehr. Es war schlichtweg ärgerlich für die Gastgeber, die trotz ihrer Bemühungen nach wie vor im Rückstand lagen.

Die Gastgeber bewiesen jedoch Disziplin und machten weiterhin unermüdlich Druck auf das Tor von Severin Steiner. Die grösste Chance zum Ausgleich bot sich Jason Schöpfer in der 78. Spielminute. Nachdem er von Daniel Arnold lanciert wurde, scheiterte er zuerst an Severin Steiner und dann im Nachschuss an einem Verteidiger.

Auch nach dieser Szene wollte sich Escholzmatt-Marbach nicht geschlagen geben und letztlich wurden ihre Bemühungen auch belohnt. In der 88. Minute kam man zu einem Freistoss aus halbrechter Position. Der von Pascal Arnold getretene Freistoss fiel unmittelbar vor dem Tor zu Boden und niemand brachte ihn dort weg. Entschlossen ging Thomas Lustenberger auf diesen Ball zu und köpfte ihn aus nächster Distanz in die Maschen und erzielte so den längst überfälligen Ausgleichstreffer. Escholzmatt bemühte sich noch in den Schlussminuten das Score nochmal zu erhöhen, jedoch reichte es für einen weiteren Treffer nicht mehr aus und so trennten sich Escholzmatt-Marbach und Reiden mit 1:1 zum Hinrundenende.

Spielort: Ebnet
Zuschauer: 100
Tore: 25. Roy Ryf 0:1, 88. Thomas Lustenberger 1:1.

Escholzmatt-Marbach, Startaufstellung: Matthias Baumgartner, Philipp Thalmann, Adnan Tola, Bobi Dogdu, Thomas Lustenberger, Pascal Arnold, Silas Unternährer, Oliver Knüsel, Thomas Hofstetter, Daniel Arnold, Mario Henz.

Einwechselspieler: Fabian Portmann, Endrit Krasniqi, Durim Tola, Maran Mohanarangan, Jason Schöpfer.