Saison 2007/2008

Hier finden Sie die Matchberichte der ersten Mannschaft aus der Saison 2007/2008.



Montag, 19. Mai 2008
Escholzmatt/Marbach – Ruswil 0:1 (0:1)

Sa, 17.05.08
Sportplatz Ebnet, 250 Zuschauer
SR: Stöckli (Hochdorf)

Tor: 37. Min. Eigentor Michael Arnold 0:1

Escholzmatt: Michael Zürcher; Peter Habegger, Mike Wüthrich, Michael Arnold, Markus Portmann (55. Min. Matthias Vogel); Pascal Arnold, Dominik Felder, Reto Limacher, Sven Wicki (67. Min. Adrian Disler); Daniel Kaufmann, Daniel Arnold (83. Min. Philipp Duss)
Bemerkungen: Escholzmatt ohne Silvan Aemmer, Vilson Ukaj und Philipp Hurni (alle verletzt) sowie Beat Limacher (2. Mannschaft)

Missglückter Saisonabschluss

Ruswil erreichte mit einem knappen, aber gerechten Sieg in Escholzmatt den Ligaerhalt, wobei es ihnen die Platzherren nicht gerade schwierig machten. Die heimischen Akteure verpassten mit dieser Niederlage eine Fortsetzung ihrer Ungeschlagenheit, die bis auf acht Spiele in Folge ausgeweitet werden konnte. Im Anschluss an die Partie fand eine Verabschiedung von Matthias Vogel und Adrian Disler statt, die den Verein verlassen werden.

Die brisante Ausgangslage der Ruswiler vor dem Spiel lockte viele Zuschauer aus dem Rottal an, wodurch eine grosse Kulisse entstand. Im Gegensatz dazu spielte das Wetter nicht richtig mit, da es zeitweise stark regnete und dadurch das Spiel mit langen Bällen in den freien Raum, wie es die Escholzmatter praktizieren, kaum Wirkung erzeugte. Dadurch übernahm ab der ersten Minute die Gastmannschaft das Zepter, konnte jedoch nur selten spielerische Akzente setzen. Wie schon in den vergangenen Spielen war auch das Escholzmatter Spiel mehrheitlich offensiv wirkungslos, nur mit Standartsituationen konnte eine gewisse Gefahr vor dem gegnerischen Tor aufgebaut werden. Aber nicht nur die Angriffsbemühungen waren kaum zielstrebig, sondern auch das Abwehrverhalten liess bei diesem letzten Meisterschaftsspiel zeitweise Schwächen offenbaren. Diese einzelnen Fehler konnten die Gäste jedoch trotz guten Abschlussmöglichkeiten nicht in einen Torerfolg umwandeln. Trotzdem jubelten die Ruswiler vor Ablauf der ersten Halbzeit über einen Treffer. Dieser war in seiner Entstehung und in seinem Abschluss von gütiger Mithilfe der Escholzmatter – Michael Arnold beförderte den Ball unglücklich, aber unhaltbar ins eigene Tor – geprägt. In der Folge waren die Platzherren zu keiner Reaktion fähig, zu ideenlos waren ihre Angriffsbemühungen und zu ungenau ihr Spielaufbau. Weil auch Ruswil keinen weiteren Torerfolg nachlegen konnte, gingen die Gäste mit diesem knappen Resultat in die Pause.
Kaum ertönte der Wideranpfiff des Schiedsrichters schlichen sich bei den Gastgebern erneut individuelle Fehler ein, die zu guten Tormöglichkeiten für die Gäste führten, jedoch von diesen nicht vollendet werden konnten, auch weil Michael Zürcher mit guten Paraden seine Mitspieler vor einem höheren Rückstand bewahrte. Erst mit der Einwechslung von Matthias Vogel kam etwas mehr Schwung in das Spiel der Heimakteure, welche zu gern noch mit einem Sieg den vierten Tabellenrang erreichen wollten. Die Gäste aus Ruswil beschränkten sich nach der Pause mehrheitlich auf die Verwaltung ihres Vorsprungs, wobei sie aufgrund der Escholzmatter Harmlosigkeit nur selten bedrängt wurden. Es war zwar spür- und sichtbar, dass die Heimmannschaft nun das Spieldiktat übernommen hatte, daraus aber nicht wirklich Profit schlagen konnte. Auch die einzelnen Weitschüsse verfehlten ihr Ziel mehrheitlich bei Weitem. Je länger das Spiel dauerte, umso mehr öffnete Escholzmatt ihre Defensive, um wenigstens noch den Ausgleichstreffer zu erzielen. Ihre Bemühungen blieben bis zum Schluss der Partie erfolglos, obwohl der Trainer mit zwei weiteren Einwechslungen von Offensivkräften ein Zeichen setzen wollte. Ruswil seinerseits verzeichnete in der zweiten Halbzeit weniger Tormöglichkeiten, hätte jedoch mit Konterangriffen durchaus einen zweiten Treffer finden können, scheiterte aber am eigenen Unvermögen oder am guten Heimtorwart. Die Partie endete folglich mit dem knappen 1:0-Sieg für Ruswil, die durch diesen Zuwachs von drei Punkten den Ligaerhalt sichern konnten. Für Escholzmatt hingegen war dies der Abschluss einer guten Rückrunde, die jedoch in diesem Spiel ihr abruptes Ende fand.
Im Anschluss an die Partie verabschiedete der Verein mit einem kleinen Andenken zwei Spieler – Adrian Disler und Matthias Vogel – der ersten Mannschaft, die aufgrund zeitlicher Hindernisse für sich keinen Platz mehr in der ersten Mannschaft des FC Escholzmatt/Marbach sahen. Andererseits bleibt das Gerüst der Mannschaft für die kommende 3.Liga-Saison mehrheitlich beisammen, wodurch nach der erfolgreichen Rückrunde vielleicht auch ein kleiner Blick nach vorne riskiert werden darf.

Donnerstag, 1. Mai 2008
FC Escholzmatt/Marbach - FC Wolhusen 3:3 (0:1)

Di, 29.04.08
Sportplatz Ebnet, 120 Zuschauer
SR: Lussi (Dierikon)

Tore: 0:1 41. Min. Lukas Bachmann; 0:2 54. Min. Lukas Vogel; 1:2 74. Min. Philipp Hurni; 1:3 85. Min. Christoph Wicki; 2:3 86. Min. Reto Limacher; 3:3 92. Min. Philipp Duss

Escholzmatt: Michael Zürcher; Philipp Hurni, Michael Arnold, Mike Wüthrich, Peter Habegger (61. Min. Beat Limacher); Matthias Vogel, Sven Wicki, Reto Limacher, Pascal Arnold; Thomas Lustenberger (61. Min. Philipp Duss), Bruno Schindelholz (55. Min. Marcel Bucher)
Wolhusen: Roland Egli; Stefan Riedweg, Fabian Koch, Ueli Fankhauser; René Fankhauser, Martin Gjoni, Lukas Bachmann (83. Min. Christoph Wicki), Lukas Vogel, Matthias Bürkli; Daniel Jukic, Dominik Wirz (66. Min. Hansjörg Thalmann)
Bemerkungen: 51. Min. Tor von Wolhusen wegen Abseits aberkannt
Escholzmatt ohne Adrian Disler, Dominik Felder, Vilson Ukaj und Silvan Ämmer (alle verletzt) sowie Dominik Kaufmann, Daniel Kaufmann, Markus Portmann und Daniel Arnold (alle Militär)

Dramatik pur im Derby

Die Heimequipe verschlief die erste Halbzeit total und konnte froh sein, nur mit einem geringen Rückstand in die Pause zu gehen. Kurz nach der Pause konnte Wolhusen sein Skore erhöhen, musste jedoch mit der dramatischen Schlussphase der Partie, in welcher nicht weniger als drei Tore fielen, noch den Ausgleich hinnehmen. Am Schluss resultierte demnach ein Unentschieden, dass vor allem den Platzherren schmeichelte.

Das Nachtragsspiel zwischen Escholzmatt und Wolhusen zeigte sich ab der ersten Minute sehr umkämpft, wobei beide Mannschaften mit teils hartem Einsteigen das Spiel ziemlich ruppig gestalteten. Aus diesem Grund kam die Partie nur schwer in die Gänge und fussballerische Höhepunkte waren Mangelware. Einzig die wirbelig agierenden Stürmer der Gäste konnten in einigen Szenen für Unruhe in der Escholzmatter Abwehr sorgen, wobei oftmals die Abseitsfalle der Hintermannschaft nicht funktionierte. Aufgrund der wenigen Chancen auf beiden Seiten blieb das Spiel für lange Zeit torlos, bis ein weiteres Mal ein langer Ball der Wolhuser sein Ziel in einem sprintenden Stürmer fand. Lukas Bachmann konnte sich dabei von seinen Abwehrspielern lösen und schob den Ball gekonnt in das Tor der Heimakteure. Dieser Gegentreffer löste in den Escholzmatter Reihen eine Reaktion aus, die jedoch viel zu wenig druckvoll ausfiel und deshalb ohne Torerfolg blieb. Im Allgemeinen blieben die offensiven Bemühungen der Platzherren in der ersten Halbzeit vieles schuldig, da nur Einzelaktionen, die vor allem über die Flügel vorgetragen wurden, für Gefahr sorgen konnten. Im Gegensatz dazu spielte die Wolhuser Mannschaft einen einfachen, aber bei den Gastgebern für Gefahr sorgenden Fussball. Mit ihren langen Bällen in die Spitze und den provozierten Weiterleitungen des Balles konnten sie sich mehrere Male gefährlich in Szene setzen, konnten dadurch jedoch nur den einen Treffer von Bachmann erzielen. Aufgrund der Feldüberlegenheit war es nicht erstaunlich, dass die Gästeequipe mit einer Führung in die Pause gehen konnte.
Nach dem Wiederanpfiff vermochte Escholzmatt das Spiel zwar ausgeglichener zu gestalten, offenbarte aber zugleich einige Schwächen in der Defensive. Mühe bereitete ihnen vor allem die in die Tiefe geschlagenen Bälle der Wolhuser, die dann meistens von einem Mitspieler abgefangen werden konnten und somit für Gefahr sorgten. Nur nach wenigen Minuten konnten sich die Heimakteure beim Unparteiischen bedanken, der nach einem Pass in die Mitte eine Abseitsstellung des frei stehenden Stürmers sah und somit den dadurch gefallenen Treffer annullierte. Doch nur kurze Zeit später zeigte sich eine ähnliche Situation, die nun kaltblütig von Lukas Vogel zum zweiten Treffer der Wolhuser abgeschlossen wurde. Er profitierte dabei vom ersten Abschluss der Gäste, welcher via Pfosten den Weg vor seine Füsse fand. Der Trainer der Escholzmatter reagierte auf diesen Gegentreffer und sorgte mit der Auswechslung der beiden Stürmer für mehr Vorwärtsdrang. Dieser wurde schliesslich mit dem Anschlusstreffer belohnt, welcher jedoch in seiner Entstehung eher glücklich war. Philipp Hurni stand nach einem Eckball goldrichtig und versenkte den Ball nach dessen Abwehr aus dem Sechzehner der Gäste mit einem satten Schuss erstmals im Tor der Wolhuser, die nun mehr und mehr unter Druck gerieten. Das Spiel stand nun auf Messers Schneide und schien aufgrund der grösseren Bemühungen zu Gunsten der Escholzmatter zu kippen, indem diese dem Ausgleichstreffer näher standen. Doch ein herrlich abgeschlossener Konter der Gäste, vollendet durch einen sehenswerten Heber von Christoph Wicki, schien die Partie nun endgültig entschieden zu haben. Mit diesem Treffer wurde die fulminante Schlussphase des Spiels eingeleitet, da praktisch mit dem Gegenzug erneut der Anschlusstreffer für die Platzherren fiel. Wiederum waren die Heimakteure nach einer Standartsituation erfolgreich, in welcher Reto Limacher nach einem Freistoss den Ball aus spitzem Winkel ins Torgehäuse der Gäste einnickte. Dieser Treffer liess die Hoffnungen auf wenigstens einen Punktgewinn seitens der Escholzmatter noch einmal aufleben, wobei nur noch wenige Minuten zu spielen waren. Doch in der Nachspielzeit der Partie erzielte Philipp Duss mit einem gekonnten Abschluss per Innenpfosten den Ausgleichstreffer für seine Farben und sicherte so dem Heimteam die Ungeschlagenheit in der Rückrunde auf dem Sportplatz Ebnet.
Dieses Unentschieden fiel für Escholzmatt mehr als glücklich aus, da die Gästeequipe vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit mit ihren Chancen sehr sparsam umging. Das Spiel zeigte sich nach einer dürftigen ersten Halbzeit nach dem Pausenpfiff doch sehr unterhaltsam und die Zuschauer kamen besonders in der letzten Viertelstunde auf ihre Kosten.

Montag, 28. April 2008
FC Escholzmatt/Marbach - SC Eich 1:0 (0:0)

Sa, 26.04.08
Sportplatz Ebnet, 150 Zuschauer
SR: Hil (Malters)

Tor: 85. Min. Daniel Kaufmann

Escholzmatt: Michael Zürcher; Markus Portmann, Michael Arnold, Mike Wüthrich, Peter Habegger; Philipp Hurni, Sven Wicki, Daniel Kaufmann, Pascal Arnold; Daniel Arnold, Bruno Schindelholz (46. Min. Marcel Bucher)
Bemerkungen: 36. Min. Lattenschuss Eich; 89. Min. Lattenschuss Eich; 91. Min. Platzverweis wegen Tätlichkeit gegen Eich
Escholzmatt ohne Vilson Ukaj, Silvan Aemmer, Dominik Felder, Adrian Disler (alle verletzt), Armin Bieri, Philipp Duss und Beat Limacher (alle Regeneration) sowie Reto Limacher (gesperrt)


Minimaler Aufwand für drei Punkte

Die Heimequipe vermochte nicht an die guten Leistungen der letzten Partien anzuknüpfen und beanspruchte im Spiel gegen Eich viel Glück, um doch als Sieger vom Platz zu gehen. Ein herrlich getretener Freistoss von Daniel Kaufmann brachte den Escholzmattern drei wichtige Punkte ein, wodurch die Mannschaft nur noch mit minimalen Chancen auf einen Abstiegsplatz rutschen kann.

Einsatz ?
Schnell, zielstrebig und vor allem erfolgreich wollten die Escholzmatter Akteure ihr Spiel gegen das Team aus Eich gestalten. Doch die Vorsätze konnten ab der ersten Minute nicht in die Tat umgesetzt werden. Zu viele Abspielfehler schlichen sich im Spiel der Gastgeber ein, wodurch kaum ein geordneter Spielaufbau möglich war. Zudem zeigten sich die Heimakteure den Gästen in den Zweikämpfen praktisch immer unterlegen, womit sich eine Feldüberlegenheit für die Eicher einstellte. Es war kaum zu übersehen, dass die Platzherren sowohl mit den Gegnern als auch mit sich selbst ihre Mühe bekundeten. Die Ursache für das schlechte Abschneiden in der ersten Halbzeit wurde einem mangelnden Einsatzwillen zugeschrieben, wobei die Gäste mit ihrem robusten und zweikampfstarken Spiel das Ihrige für dieses Fazit beitrugen.
Im Gegensatz zur offensiven Leere konnte sich die Hintermannschaft der Escholzmatter erneut gute Noten zuschreiben lassen. Eich war jedoch seinerseits ebenfalls nicht im Stande, in der Offensive für gefährliche Situationen zu sorgen, auch weil die Abseitsfalle der Gastgeber oftmals zum richtigen Zeitpunkt zuschnappte. Nicht nur in diesen Situationen benötigte Escholzmatt eine Portion Glück, sondern auch in den Szenen, in welchen sich die Gäste für einige Male gefährlich vors Tor spielen konnten. Einige Situationen waren sowohl für den Torhüter als auch für die Verteidigenden sehr brenzlig und konnten nur mit aller Mühe torlos beendet werden. Zum Ende der ersten Halbzeit konnten deshalb die Escholzmatter froh sein, kein Tor erhalten zu haben und mit einem Rückstand in die Pause gegangen zu sein, wobei die Partie auf einem sehr bescheidenen Niveau von Statten ging.
Steigerung in zweiter Hälfte
Zum Wiederanpfiff nahmen sich die Platzherren eine Leistungssteigerung vor, die nur mit einem erhöhten Einsatz und einer grösseren Laufbereitschaft zu bewerkstelligen waren. Doch auch die ersten Minuten der zweiten Spielhälfte brachten dem Spiel der Gastgeber ebenfalls keine Besserung ein, wobei der grössere Einsatzwille nun spürbar wurde. Dieser allein vermochte jedoch das Spiel der Escholzmatter auch nicht wirklich zu verbessern, wobei nun auch auf Seiten der Gäste einige gefährliche Abschlussversuche des Gegners zu Nichte gemacht werden mussten. Vor allem mit Standartsituationen kamen die Platzherren einem möglichen Torerfolg immer näher, womit es kaum erstaunte, dass der erste Treffer per Freistoss fiel. Nach einigen Versuchen von Mike Wüthrich, die allesamt nur knapp einen Torerfolg verfehlten, schnappte sich Daniel Kaufmann den Ball und legte ihn sich zu Recht. Mit seinem Schussversuch, welchen er gekonnt über die Mauer der Gäste zirkelte, traf er gegen Ende der Partie präzise ins Torgehäuse der Eicher. Diese versuchten in den verbleibenden, wenigen Spielminuten noch wenigstens den Ausgleichstreffer zu erzielen, scheiterten jedoch am gut parierenden Michael Zürcher oder an der Torumrandung der Gastgeber. Zusätzlich schwächte sich das gegnerische Team mittels einer Tätlichkeit in der Nachspielzeit noch selbst, wodurch ab diesem Platzverweis das Spiel entschieden war.
Minimaler Einsatz, doch optimales Resultat
So blieb es bis zum Spielschluss beim glücklichen Sieg für die Escholzmatter, die mit der wohl schlechtesten Leistung in der Rückrunde trotzdem drei Punkte ergattern konnten. Auch weil Eich ebenfalls einen schlechten Spieltag einzog und somit aus seiner Feldüberlegenheit nichts Zählbares holen konnte.

Montag, 21. April 2008
FC Dagmersellen - FC Escholzmatt/Marbach 1:1 (0:0)

Sa, 19.04.08
Sportplatz Chrüzmatt, 150 Zuschauer
SR: Salih (Luzern)

Tore: 65. Min. 0:1 Daniel Arnold; 77. Min. 1:1 Eigentor Pascal Arnold

Escholzmatt: Michael Zürcher; Peter Habegger, Michael Arnold, Mike Wüthrich, Markus Portmann; Pascal Arnold, Reto Limacher, Dominik Felder (82. Min. Thomas Lustenberger), Philipp Hurni (48. Min. Adrian Disler); Sven Wicki (56. Min. Bruno Schindelholz), Daniel Arnold
Bemerkungen: 82. Min. Dominik Felder mit offener Platzwunde ausgeschieden
Escholzmatt ohne Philipp Duss, Beat Limacher, Armin Bieri (alle Regeneration), Daniel Kaufmann (gesperrt), Matthias Vogel (abwesend) sowie Silvan Aemmer und Vilson Ukaj (verletzt)

Trotz Leistungsabfall einen Punkt gewonnen

Die Partie gegen den Spitzenreiter war die meiste Spielzeit ausgeglichen, jedoch auf einem dürftigen Niveau. Erst der herrliche erzielte Führungstreffer der Escholzmatter und der darauf folgende Ausgleich der Platzherren sorgten für eine abwechslungsreiche Schlussviertelstunde, in welcher ein Zusammenstoss für kurzes Entsetzen sorgte.

Ideenlos, mutlos und folglich ohne Gefahr
Am letzten Samstag versuchte die Escholzmatter Mannschaft beim Leader aus Dagmersellen ihre Siegesserie fortzusetzen. Ab der ersten Minute wurde klar, dass im Vergleich zu den vergangenen Partien die Gästeequipe ihre Spielgestaltung nicht gleich entfalten konnte. Die Akteure zeigten sich vor allem in der offensiven Bewegung zu zaghaft und mutlos, wodurch nur selten Gefahr vor dem gegnerischen Tor erspielt werden konnte. Im Gegensatz dazu machte jedoch die Defensivabteilung den gewohnt sicheren Eindruck und liess dadurch die Akteure aus Dagmersellen ebenfalls nur selten zum Abschluss kommen. Es entwickelte sich folglich ein Spiel mit wenig sehenswerten Spielszenen und kaum Gefahrentwicklung vor den gegnerischen Torgehäusen.
Bis zum Pausenpfiff änderte sich am Spielgeschehen nichts mehr, wodurch die beiden Mannschaften torlos in die Kabinen gingen. Zu denken gab den vielen Escholzmattern Zuschauern, wie harmlos ihre Mannschaft in der Offensive agierte. Die Akteure schienen das nötige Vertrauen in ihr Können nicht zu haben und nahmen dadurch zu wenig am aktiven Spielaufbau und einer möglichen Angriffsauslösung teil, womit zu oft mit langen Bällen agierte wurde. Damit wurde das Spiel der Gäste zu durchschaubar und für den Spitzenreiter aus Dagmersellen nur wenig gefährlich. Mögliche Ursachen für die mangelnde offensive Kraft der Escholzmatter könnten der heimtückische Zustand des Rasens oder das Fehlen des Captains und Spielmachers Daniel Kaufmann gewesen sein.
Herrlicher Führungstreffer
Die frühe Einwechslung von Adrian Disler in der zweiten Halbzeit brachte etwas mehr Schwung in die Angriffsbemühungen der Gäste, die nun das Spieldiktat übernahmen und sich den Ball mit einem starken Zweikampfverhalten nach einem Fehler schnell wieder zurückholen konnten. Trotzdem vermochten die Escholzmatter nicht wirklich ein Kapital aus der Feldüberlegenheit zu gewinnen, indem sie in den Angriffsbewegungen zu planlos agierten und nur mit Distanzschüssen für eventuelle Gefahr sorgen konnten. Ein solcher wurde auch von Daniel Arnold nach einem guten Angriff vorgetragen. Sein Schuss aus mehr als 20 m fand sein Ziel schliesslich in der oberen, seitlichen Torecke, wodurch der Führungstreffer für Escholzmatt Tatsache wurde. Dieses Geschoss des Gästestürmers, unhaltbar für den Heimtorwart, liess die Seinen auf einen erneuten siegreichen Abschluss hoffen. Ab dem Wiederanpfiff entwickelte sich ein schnelleres und vor allem attraktiveres Spiel, wobei vor allem die Heimequipe nun mehr für das Spielgeschehen tat, aber wie so oft an diesem Abend an der gut organisierten Escholzmatter Abwehr scheiterte. Ein kleiner Stellungsfehler genügte den Platzherren jedoch, um den Ausgleich zu erzielen, wobei die letzte Berührung nicht von einem Einheimischen, sondern von einem Escholzmatter Spieler erfolgte.
Rasante Schlussphase
Dieser Ausgleichstreffer liess die Gästespieler wieder ermutigen, ihrerseits einen Treffer zu suchen. In der Folge zeigte sich für die letzte Viertelstunde der Partie ein offener Schlagabtausch. In den Schlussminuten hätte auf beiden Seiten noch der mögliche Siegtreffer fallen können, doch die Stürmer scheiterten allesamt an ihren mangelnden Abschlussversuchen. Während dieser Schlussphase erlitt Dominik Felder nach einem unglücklichen Zusammenprall eine stark blutende Platzwunde, wodurch ein neuer Mann auf der Verletztenliste der Escholzmatter Platz nehmen muss.
Nach dem Abpfiff der Partie wussten die Gästeakteure nicht, wie sie sich verhalten sollten. Auf der einen Seite war der Punktgewinn und die erfolgreiche Fortsetzung der Ungeschlagenheit, auf der anderen Seite jedoch widerspiegelte sich der ärgerliche Gegentreffer und der schmerzhafte Ausfall von Dominik Felder. Im Bewusstsein der Resultate der anderen Partien kann dieser Punktgewinn jedoch für die Mannschaft noch von enormer Wichtigkeit werden.

Sonntag, 13. April 2008
FC Escholzmatt/Marbach - FC Schötz 2:0 (1:0)

Do, 10.04.08
Sportplatz Ebnet, 80 Zuschauer
SR: Von Flüe (Sins)

Tore: 14. Min. 1:0 Daniel Arnold; 80. Min. 2:0 Daniel Arnold

Escholzmatt: Michael Zürcher; Peter Habegger (50. Min. Philipp Hurni), Michael Arnold, Mike Wüthrich, Markus Portmann; Pascal Arnold, Reto Limacher, Sven Wicki (72. Min. Bruno Schindelholz), Dominik Felder; Daniel Kaufmann (85. Min. Adrian Disler), Daniel Arnold
Bemerkungen: Escholzmatt ohne Dominik Kaufmann (krank), Philipp Duss, Beat Limacher, Armin Bieri (alle 2. Mannschaft) sowie Silvan Aemmer und Vilson Ukaj (verletzt)

Weitere drei Punkte gegen den Abstieg

Escholzmatt schaffte es auch das zweite Wochenspiel zu Hause für sich zu entscheiden und somit drei weitere wichtige Punkte auf sein Konto zu spielen. Erneut überzeugend zeigte sich die Abwehr der Gastgeber, die sich anscheinend mit dem neuen System sehr gut zu Recht findet. Mit zwei kraftvollen und platzierten Abschlüssen entschied Daniel Arnold das Spiel für seine Farben.

Erneut begrüsste Escholzmatt eine Mannschaft unter der Woche auf dem Sportplatz Ebnet und zeigte dabei eine ähnlich starke Partie wie gegen Gunzwil. Die aufsässige und zweikampfstarke Spielgestaltung der Platzherren stellte die Gäste vor einige Probleme. Zusätzlich machte den Schötzern der holprige Zustand des Platzes einige Sorgen, konnte dieser doch noch rechtzeitig nach den diversen Wettereskapaden noch bespielbar gemacht werden.
In der ersten Halbzeit waren es demnach vor allem die Gastgeber, welche die Partie diktierten und zu guten Chancen kamen. Ein Torerfolg blieb ihnen jedoch bis zum Ablauf der ersten Viertelstunde des Spiels verwehrt, als Daniel Arnold sich den Ball schnappte und sich mit seiner Schnelligkeit in den Strafraum der Gäste durchsetzte. Sein Abschluss fand den Weg via Innenpfosten schliesslich ins Tor und führte zum umjubelten Führungstreffer für die Heimakteure. Diese versuchten in der Folge einen zweiten Torerfolg zu erzielen, scheiterten jedoch an der mangelnden Präzision oder der robusten Defensive der Gäste. Es entwickelte sich folglich ein ausgeglichenes Spiel, wobei Schötz kaum nennenswerte Tormöglichkeiten zu verzeichnen hatte. Diese Tatsache konnte – wie schon in den vergangenen Spielen – der guten Organisation in der Hintermannschaft der Escholzmatter gutgeheissen werden. Trotzdem schienen die Angriffsbemühungen der Gäste immer gefährlich, da diese technische versierte und sichere Torschützen in ihren Reihen besassen. Der Vorsprung konnte aber bis zur Pause von den Platzherren mehrheitlich sicher verwaltet werden, wobei Escholzmatt einem weiteren Torerfolg näher stand als die Gäste aus Schötz.
Nach der Pause orientierte sich die heimische Mannschaft vor allem auf die Defensive, tat dies jedoch zu stark und ermöglichte so den Gästen eine längere Druckphase. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Ausgleichstreffer wohl verdient gewesen, die Abschlussversuche der Schötzer blieben aber erfolglos. Im Gegenzug versuchten die Escholzmatter vor allem mit Konterangriffen zum zweiten Torerfolg zu kommen, konnten sich dabei jedoch auch nicht gefährlich in Szene setzen. Es entwickelte sich vor allem ein Spiel der Platzhälfte der Gastgeber, die nun zeitweise mit einem Abwehrriegel von sechs Mannen auf einer Linie agierten und sich so selber das Spieldiktat aus der Hand gaben. Gegen Ende der Partie war es erneut Daniel Arnold, der die Vorentscheidung zu Gunsten der Platzherren herbeiführte. Dieses Mal versuchte er sich aus einer grösseren Distanz und verwertete den Rückpass des eingewechselten Bruno Schindelholz mit einem satten Schuss, wobei dieser noch unhaltbar abgelenkt wurde. In dieser Spielphase hatte die Escholzmatter Mannschaft wieder besser ins Spiel gefunden und machte seinerseits wieder mehr Druck auf das Schötzer Tor. Der zweite Treffer war die logische, aber auch glückliche Konsequenz. In der Folge gaben die Gastgeber die Führung nicht mehr Preis und sicherten sich weitere drei Punkte gegen den Abstieg. In der Rückrunde gestalteten die Escholzmatter ihre Heimspiele bis zum jetzigen Zeitpunkt immer siegreich und mussten noch keinen Gegentreffer hinnehmen, was noch erfreulicher erscheint.
Der Sieg war in der Entstehung jedoch glücklich, sah es doch zu Beginn der zweiten Halbzeit lange danach aus, als ob Schötz den Ausgleichstreffer bewerkstelligen konnte. Der zweite Erfolg in Serie ist erneut der zweikampfstarken und lauffreudigen Leistung der Escholzmatter Akteure zuzuschreiben, welche auf diese Weise bisweilen zwei Mannschaften aus der vorderen Tabellenregion ein Bein stellen konnten. Es bleibt zu hoffen, dass der Aufwärtstrend auf diese Weise fortgesetzt werden kann.

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